Hinweis von Bedeutung
Antioxidantien, eine alternative Therapie bei rheumatischen Erkrankungen ?

Helmy, M., Shohayeb, M., Helmy, M.H., El-Bassiouni, E.A., Universität Alexandria/Egypt
Bei der rheumatoiden Arthritis können Freie Radikale vor allem während der Entzündungsschübe eine wesentliche Rolle bei der fortschreitenden Zerstörung der Gelenkknorpel spielen. Da die Kapazität der körpereigenen Antioxidantiensysteme begrenzt ist, findet man bei Rheumatikern in der Umgebung der entzündlichen Gelenke und oft auch systemisch einen verminderten Gehalt der antioxidativen Vitamine C und E, von Beta-Carotin/Vitamin A sowie der Enzyme Katalase, Superoxiddismutase und Glutathion-Peroxidase. Dieser Mangel an Radikalfängern kann wiederum der Entzündung Vorschub leisten und das Abklingen des Rheumaschubes verzögern.

In einer Studie von Helmy et al. wurde der Wert einer Hochdosis-Vitamin-E-Therapie bzw. einer Antioxidantienkombination in Ergänzung zur Standardbehandlung bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises geprüft. 30 Rheuma-Patienten wurden in 3 vergleichbare Gruppen unterteilt. Die erste erhielt ausschließlich die konventionelle Basistherapie (12,5 mg/Woche Methotrexat, 1,0 g/Tag Sulfasalazin und 100 mg/Tag Indometacin), in der zweiten wurde diese durch eine Antioxidantienkombination ergänzt (100 mg Vitamin C, 30 mg Vitamin E, 5,54 mg Vitamin A-Acetat und 50 µg Selen täglich) und der dritten Gruppe wurde zusätzlich zur Basistherapie 400 mg/Tag Vitamin E verabreicht. Die Schwere des Rheumaleidens wurde nach dem Ritchie-Index und der Dauer der morgentlichen Gelenksteifigkeit beurteilt. Die Verabreichung sowohl der Antioxidantienkombination als auch die Vitamin-E-Supplemente zusätzlich zur Standardtherapie bewirkten eine signifikante Beschleunigung der Verbesserung des Rheumaleidens. Während Patienten unter der Basistherapie erst gegen Ende des zweiten Behandlungsmonats über eine Minderung der Symptome berichteten, waren unter der adjuvanten Zusatztherapie sowohl mit Vitamin E als auch mit der Antioxidantienkombination bereits vom ersten Monat an vergleichbare Behandlungserfolge zu verzeichnen. Die anfänglich bei allen Patienten erniedrigte Glutathionperoxidase-Aktivität nahm in Verlauf der adjuvanten Behandlung signifikant zu, wobei die Antioxidantienkombination die besten Ergebnisse erzielte. Die Abnahme des MDA-Serumspiegels folgte demselben Muster. Der Vitamin-E-Plasmaspiegel stieg im Verlauf der Behandlung mit hochdosiertem Vitamin E und der Antioxidantienkombination langsam an, kam jedoch auch während der zweimonatigen Therapiedauer nicht in den oberen Normwertbereich von 1-3 mg/dl.
Die vorliegenden Daten zeigen einen deutlichen Behandlungserfolg der antioxidativen Zusatztherapie und sind richtungsweisend für eine Ergänzung der Rheuma-Standardmedikation mit Antioxidantien.

Arzneimittel-Forschung 51, 293-298

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Erstaunlich ist immer wieder die Tatsache, daß Studien mit Vitamin E durchgeführt werden, um den Nachweis seines Heilwirkens darzulegen. Dabei wird außer acht gelassen, daß Vitamin E nachgewiesenermaßen zwar ein vortrefflicher Radikalfänger ist, die Radikale jedoch an das Coenzym Q10 abgibt, was sich dadurch verbraucht, jedoch damit Vitamin E wieder freisetzt. Gleiches vollzieht das Vitamin C mit Vitamin E. Siehe auch Ausführungen über Antioxidantien -hier klicken-

Antioxidantien bei Rheumatischen Erkrankungen [Das Metoxkonzept mit Coenzym Q10, Vitamin C und anderen Wirkstoffen]
-hier klicken-

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