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Die chronische Lüge ums Cholesterin
von Prof. Dr. H. Robenek (Institut für Arterioskleroseforschung, Westfälische Wilhelms Universität Münster), Dr. G. Pandalis, Dipl.-Biol. C. Klein


Cholesterin wird seit langem als einer der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Arteriosklerose und Herzinfarkt gehandelt.

Dabei wird oftmals verschwiegen, daß es sich eigentlich um einen Stoff handelt, der für den menschlichen Organismus überaus wichtig ist. So wichtig, daß er, im Gegensatz zu Vitaminen, im Körper sogar selbst hergestellt werden kann. Cholesterin ist ein unerläßlicher Baustein von Zellmembranen, vor allem in Nerven und Gehirnzellen.

Überdies ist die Substanz eine wichtige Vorstufe für die verschiedensten steroidischen Verbindungen im Körper: Dazu gehören sowohl die Gallensäuren als auch Provitamin D, die Sexualhormone Progesteron, Östradiol, Androsteron und Testosteron sowie andere Steroidhormone wie Aldosteron oder Cortisol.

Ohne Cholesterin könnte keine dieser Substanzen im Körper gebildet werden. Daher ist es notwendig, den Stoff über die Blutbahn zu transportieren - je nach Bedarf mehr oder weniger. Gewisse Schwankungen im sogenannten Cholesterin-Spiegel sind daher normal.

Das eigentliche Risiko in bezug auf Arteriosklerose entsteht erst dadurch, daß LDL-Partikel (die Transportform der wasserunlöslichen Cholesterinester im Blut) aufgrund von schädlichen Einflüssen verändert werden können. So führen beispielsweise die Aufnahme von Giftstoffen (Pestizide, Zigarettenrauch, chem. Medikamente, Umweltgifte), die Anhäufung von Stoffwechselschlacken (zuviel Nahrung bei zu wenig Bewegung), aber auch Streß oder Strahlenbelastung zur vermehrten Bildung von freien Radikalen. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen sind in der Lage, alle Biomoleküle des Körpers oxidativ zu verändern.
(Anm.: Oxidativer Schutz durch Coenzym Q10)

So wird aus LDL sogenanntes oxoLDL. Nach einer solchen Veränderung können die LDL-Partikel nicht mehr von den normalen LDL-Rezeptoren der Körperzellen erkannt werden, sondern werden als „Abfall“ über sogenannte Scavenger-Rezeptoren in Makrophagen der Gefäßwand aufgenommen - sofern eine kleine Verletzung oder Entzündung in der Endothelschicht vorliegt.

Befindet sich viel oxidiertes LDL in der Blutbahn, so nehmen vor allem die Makrophagen mehr oxoLDL auf, als sie verstoffwechseln können. Sie werden zu Schaumzellen umgewandelt, die wiederum Wachstumsfaktoren ausschütten, die die Proliferation von glatten Muskelzellen und die Bildung von Bindegewebe in der Gefäßwand stimulieren. So kommt es dazu, daß „verfettete“ Makrophagen sich in der Gefäßwand ablagern und von Muskelzellen und Bindegewebe überwuchert werden. Dadurch verkleinert sich das Lumen der Adern so stark, daß es bei einer weiteren Verletzung äußerst schnell von einem Thrombus verstopft werden kann. Herzinfarkt und Schlaganfall entstehen.

Interessant für diese Entwicklung ist also nicht der Cholesterinspiegel an sich, sondern viel eher der Oxidationsstatus des vorhandenen Cholesterins. Da dieser sich mit heutigen Methoden jedoch nicht messen läßt, wird uns weiterhin mit einer Artefaktmessung (Cholesterinspiegel) Angst gemacht.

Zum Schutz des Cholesterins sollte bei Lebensweise und Ernährung darauf geachtet werden, die Bildung freier Radikale (aufgrund der oben genannten Risikofaktoren) zu vermeiden. Studien belegen außerdem, daß Bärlauch (Frischblatt-Granulat) die Oxidation von LDL und somit die Bildung von Schaumzellen verhindert und sogar bereits vorhandene Schaumzellen wieder zu aktivieren vermag. Damit wirkt er der Entstehung von Arteriosklerose nicht nur entgegen, bestehende Ablagerungen können sogar verkleinert werden.

Darüber hinaus sollte eine ausreichende Versorgung mit natürlichen Vitaminen der B-Gruppe - vor allem B12, B6 und Folsäure (enthalten in Sanddorn B12 Granulat) - gewährleistet werden. Denn ein Mangel an diesen Vitaminen führt zur Anreicherung von Homocystein, einem Stoff, der besonders viele freie Radikale freisetzt und derzeit als ein unabhängiger Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose gehandelt wird. Außerdem sollte der Verzehr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (diese lassen sich besonders leicht oxidieren) und vor allem von trans-Fettsäuren aus Margarine vermieden werden. Diese natürlicherweise im Körper nicht vorkommenden Fettsäuren werden, obwohl bisher immer als besonders gesund angepriesen, mittlerweile von vielen Forschern für die Entstehung von Arteriosklerose mitverantwortlich gemacht.

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