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Hormontherapie beeinträchtigt Gedächtnis

Noch vor einigen Jahren galt die Hormonersatztherapie als Wundermittel: Sie beuge Herzinfarkt, Schlaganfall, Osteoporose, Brustkrebs und Demenz vor, so der Tenor unter Gynäkologen. Doch inzwischen zeigen Studien, dass diese Versprechen unhaltbar sind. Eine Hormontherapie ist für Frauen, denen an Geisteskräften gelegen ist, sogar kontraproduktiv.

Eine ganze Reihe von US-Analysen hat belegt: Die Behandlung mit einem kombinierten Hormonpräparat verstärkt bei Frauen nach den Wechseljahren das Demenz-Risiko. So hat eine Forschergruppe die Daten von 4.532 Frauen jenseits der 64 Jahre ausgewertet, die an der großen Studie der Women's Health Initiative (insgesamt 16.600 Probandinnen) teilgenommen hatten. Das Ergebnis: Die Ersatztherapie führt doppelt so häufig zu Demenz wie ein Scheinpräparat.

Ginkgo schützt besser vor Demenz als Hormone

Zwar deuteten Labor-Experimente in der Vergangenheit darauf, dass Östrogene günstig auf die Hirnfunktion wirken, berichtet die Fachzeitschrift MMW - Fortschritte der Medizin. Doch selbst Frauen, die keine Hormone nehmen und naturgegeben einen erhöhten Östrogenspiegel haben, sind vor Demenz nicht geschützt. Ganz im Gegenteil: Ihr Demenzrisiko steigt um 38%, wie eine niederländische Studie mit 8.000 Teilnehmerinnen zeigt.Es spricht also nichts dafür, einer Demenz weiterhin mit Hormonen vorzubeugen. Denn hinzu kommt: Die Therapie steigert offenbar auch das Herzinfarkt-, Schlaganfall- und Brustkrebs-Risiko. Sinnvoller zur Prophylaxe von Demenz ist ein Ginkgo-Extrakt. Eine ganze Reihe von Studien belegt: Diese Pflanzenarznei ist sehr wirksam und hat kaum Nebenwirkungen.

Demenz-Therapie sollte früh beginnen

Auch Prof. Klaus Wahle, Fortbildungsbeauftragter des Deutschen Hausärzteverbandes, bestätigt: "Ginkgo ist gut verträglich und dennoch wirksam." Der Allgemeinmediziner aus Münster setzt Ginkgo bei seinen Patienten bereits bei den ersten Anzeichen einer Demenz ein: Wenn z.B. jemand sagt: "Ich vergesse dauernd meinen Autoschlüssel" oder "Ich vergesse ständig den Namen von Personen". Ginkgo verhindere eine Demenz zwar nicht; der Extrakt könne aber das Fortschreiten bremsen und so dem Patienten helfen, seine Autonomie zu bewahren. "Betrachtet man das Verhältnis zwischen Wirkung und Nebenwirkung, so hat sich Ginkgo gerade bei leichter bis mittelschwerer Demenz bewährt", meint Wahle. Die synthetisch hergestellten Cholinesterasehemmer, die bei Demenz häufig verschrieben werden, seien dagegen für eine frühe Demenz zu teuer und hätten zu viele Nebenwirkungen.

   

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