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Mikronährstoffe bei allergischer Rhinitis (Heuschnupfen)
Eine ergänzende Therapieoption bei Allergien

Eine ausgewogene, vitalstoffreiche Ernährung ist eine der Grundlagen unserer Gesundheit. Viele Mikronährstoffe wirken zudem zellschützend, antioxidativ und immunstimulierend. Was liegt also näher, als Nährstoffe auch ins Therapiekonzept bei Allergien begleitend mit einzubeziehen?

Die saisonale allergische Rhinitis gehört gefolgt von atopischem Ekzem (Neurodermitis) und Nahrungsmittelallergien zu den häufigsten allergisch bedingten Erkrankungen. Etwa 15% der Bevölkerung sind davon betroffen, die Prävalenz ist steigend. Bei rund einem Drittel der Patienten entwickelt sich mit den Erkrankungsjahren über einen "Etagenwechsel" in die Bronchien ein allergisches Asthma, ein weiteres Drittel leidet zusätzlich noch an einer "pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie" (pNMA), einer Kreuzreaktion zwischen verwandten Lebensmittel- und Polleneiweißen. Bekannte Beispiele dafür sind Birkenpollen mit Rosengewächsen (z.B. Äpfel, Mandeln) oder Beifußpollen mit Doldenblütlern (z. B. Sellerie, Karotten) sowie Getreide- und Gräserpollen mit Hülsenfrüchten (z.B. Soja, Erdnüsse).

Diese Überreaktionen des Immunsystems auf körperfremde Allergene wie Pollen, Nahrungsmittel, Staub, Schimmelpilze, Tierhaare, Arzneimittel, Rauchen (auch passiv und pränatal) oder Xenobiotika gehören zum großen Kreis der radikalassoziierten Erkrankungen. Bei vielen Patienten wird eine angeborene Allergieneigung vermutet, außerdem scheint übertriebene Hygiene im Kindesalter das Auftreten von Allergien zu begünstigen. Die Ernährung spielt besonders bei Säuglingen, Kleinkindern und pränatal eine große Rolle. Ob häufige Antibiotika-Gabe über Darmfloraveränderungen triggernd sind, ist noch nicht gesichert.

Dem Pathomechanismus liegt eine Immunglobulin-E-Antikörper-vermittelte Mastzelldegranulation zugrunde. Über T-Helferzellen, B-Lymphozyten, IgE, Entzündungsmediatoren (Histamin, Prostaglandine, Leukotriene, Zytokine) und eosinophile Granulozyten führt die allergische Reaktion über eine allergische Entzündung letztlich zur Gewebs- und Zellschädigung.

Eine diagnostische Abgrenzung zu viralen, bakteriellen, hormonellen und toxischen Rhinitisformen sowie Arzneimittelnebenwirkungen oder missbräuchlicher Anwendung von abschwellenden Nasentropfen ist notwendig.
Die Abklärung wird anamnestisch, mittels klinischer Haut-Tests, Nasensekret-Abstrich und auch Serum-IgE-Spiegelbestimmungen vorgenommen.

Allergische Reaktion

Schulmedizinische Optionen

Neben Maßnahmen der Allergenkarenz und -verminderung, wie Nasenspülungen mit Salzlösung, abendlicher Haarwäsche, Ausgehverbot bei Sonne und Wind oder Klimawechsel gibt es ganz abgesehen von Spontanremissionen die Möglichkeit der "Hyposensibilisierung"(Mit einer Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung oder Spezifische Immuntherapie genannt, soll die Wirkung von Allergenen herabgesetzt werden.) als Therapieoption mit guten Heilungschancen. Medikamentös sind vorübergehende Beschwerdefreiheit oder Symptomlinderung und prospektiv die Verhinderung des "Etagenwechsels" durch Entzündungsbegrenzung erreichbar. Zu den eingesetzten Pharmaka gehören Antihistaminika, Corticosteroide, Mastzellenstabilisatoren, Antileukotriene und Beta-2-Sympathomimetika.

Ernährungsberatung und Nahrungsergänzung

Ernährungsberatung und Nahrungsergänzung finden außer bei pNMA (Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien) und in der ganzheitlich orientierten Medizin noch kaum Eingang in die therapeutische Praxis der begleitenden Heuschnupfenbehandlung und -prävention und das trotz viel versprechender Erkenntnisse hinsichtlich immunologischer Zusammenhänge.

Nachgewiesene nutritive Schutzfaktoren bei atopischen Erkrankungen:
Markierung blauer Punkt das Stillen von Säuglingen bis mindestens zum 6. Monat
Markierung blauer Punkt Hypoallergene Ernährung bei prädisponierten Kindern, Schwangeren und Stillenden
Markierung blauer Punkt Allergenkarenz bei nachgewiesener Unverträglichkeit (z.B. Kuhmilch)
Markierung blauer Punkt Histamin, Histaminliberatoren und Arachidonsäure-arme Ernährung
Markierung blauer Punkt eine die Darmflora fördernde Ernährung z.B. mit fermentierten Lebensmitteln und Probiotika
Markierung blauer Punkt ein ausgewogener Vitamin- und Mineralstoffhaushalt:
Basis dafür ist eine möglichst vollwertige Ernährung mit viel Wasser, Gemüse, Kräutern, Obst, Vollkorngetreide, Fisch, nativen pflanzlichen Ölen und wenig Fleisch.

Ergänzend dazu kann eine gezielte Supplementierung sinnvoll sein. Viele der Mikronährstoffe und sekundären Pflanzenstoffe fördern durch Verbesserung der antioxidativen Kapazität, Membranstabilisierung und Entzündungshemmung den Immunstatus und verbessern den Haut- und Schleimhautzustand. Mikronährstoffmängel korrelieren über eine veränderte Immunlage mit einer erhöhten Anfälligkeit für Infekte und Allergien. Die häufigsten Mangelursachen liegen in einer zu geringen Nährstoffdichte, oft kombiniert mit Situationen des erhöhten Bedarfs oder erhöhter Verluste, wie Wachstum, Sport, Schwangerschaft und Stillzeit, Stress, Alter, Krankheiten, Arzneimittel, Umwelt und nicht zuletzt dem Rauchen.

Einsetzbare Mikronährstoffe

Die Wirkungen und Mangelauswirkungen der einzelnen Mikronährstoffe können hier nur eingeschränkt beschrieben, der Focus liegt auf ihrem möglichen Einsatz zur Immunstärkung, Prävention und unterstützenden Behandlung von allergischen Erkrankungen.

Coenzym Q10

Das Immunsystem wird durch intrazelluläre Signalübertragung gesteuert. Signale werden durch Botenstoffe des Immunsystems, den Zytokinen, vermittelt. Rezeptoren erkennen die Zytokine spezifisch. Gap-Junctions und Ionenkanäle ermöglichen die Zell-zu-Zell-Kommunikation und steuern diese Vorgänge. Ubichinon Q10 ist hierbei die Voraussetzung für die Zytokinbildung, die Rezeptor-Beweglichkeit, für die Gap-Junction-Gängigkeit und die Ionenkanal-Funktion.

Q10 Verbessert den bioenergetischen Zustand der Zelle durch seine Funktion bei den mitochondrialen Enzymen, was bedeutet, daß eine Redoxtherapie mit Q10 und dessen Analoga Zellen, Gewebe und Organe wieder bioenergetisch versorgt.

Mögliche Mangelursachen: Ernährungsfehler, Abnahme der Q10-Konzentration in Lebensmitteln, Störung der Q10-Biosynthese durch Alter, Krankheiten etc., Zerstörung von Q10 durch Freie Radikale bei Streß und allen Krankheiten.

Zink

Zink wirkt als Coenzym in mehr als 300 Enzymen. Seine herausragende Bedeutung für die Immunabwehr steht außer Zweifel. Es wirkt direkt antiviral, entzündungshemmend, adstringierend und antiallergisch. Es ist unentbehrlich bei Wachstumsprozessen, in antioxidativen Systemen (z.B. Superoxiddismutase) sowie im Eicosanoid-Stoffwechsel für die Bildung von Gamma-Linolensäure und entzündungshemmendem Prostaglandin-E1. Zink beeinflusst Immunzellreifungsprozesse, Zytokinproduktion, Makrophagen- und Mastzellenstabilität und ist unentbehrlich für die Vitamin A-Entstehung aus Betacarotin. Als strukturgebender Zellmembranbaustein stabilisiert es auch die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut.

Bei Zink-Mangel sind besonders betroffen Organe mit hoher Zellteilungsrate, was unter anderem zu Wundheilungs-, Haut/Schleimhaut-, Sexual- und Wachstumsstörungen, Haarausfall, Akne sowie erhöhter Infekt- und Allergieanfälligkeit führt. Zinkmangel ist typisch bei Allergien. Eine aktuelle Pilotstudie mit Sportlern zeigte unter Dauermedikation mit 15 bis 30mg Zink-Histidin einen 80%igen Rückgang der Heuschnupfensymptome im Folgejahr, was den Trend anderer diesbezüglicher Untersuchungen bestätigt.

Mögliche Mangelursachen: Wachstum, SST, Sport, Stress, vegetarische Ernährung, zuviel isolierte Ballaststoffe (Komplexbildung), Alkoholmissbrauch, Nährstoffverlust durch übermäßige Schweiß-, Stuhl- und Hautschuppenbildung, Arzneimittel wie Corticoide, "Pille", Diuretika, Magensäurehemmer, Eisenpräparate, außerdem bei Diabetes (erhöhter Bedarf und Harnverluste) oder auch Schwermetallbelastung.

Gute Quellen: Austern, rotes Fleisch, Milchprodukte, Eier, Bierhefe; auch in Getreide, Gemüse und Obst enthalten, aus tierischen Quellen jedoch besser resorbierbar. Eiweiß-gebundenes Zink hat Depotcharakter, was eine verbesserte Zink-Resorption zur Folge hat. Deshalb kommt man bei solchen Eiweiß-gebundenen Zinkpräparaten (z.B. Zink gebunden an Spirulina platensis) mit niedrigeren Dosen aus.

Calcium

Calcium wirkt als (Mastzell-)Membranstabilisator, und es führt zu verringerter Gefäßpermeabilität sowie gebremster Histaminfreisetzung. Ein bestehender Calcium-Mangel kann mit Infektanfälligkeit und Schleimhautüberempfindlichkeit einhergehen, er ist daher sinnvollerweise bei Allergikern auszugleichen.

Mögliche Mangelursachen: Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit, vegetarische Ernährung, Milchunverträglichkeit, "Calciumräuber-Kost" (zuviel Fett, Eiweiß, Alkohol und Kaffee), hormonelle Faktoren, Schilddrüsenerkrankungen, Verluste über Schweiß und Stuhl (Durchfall), Medikamente, wie z.B. Corticoide, und nicht zuletzt Vitamin D-Mangel, der in der Bevölkerung – speziell nach und in den Wintermonaten – weit verbreitet ist.

Gute natürliche Quellen: (fettarme) Milchprodukte, Mohn, Sesam, dunkelgrüne Gemüse

Selen

Selen ist ein essenzieller Enzymbestandteil vor allem in Blut- und Immunzellen. Als Coenzym der antioxidativen Glutathionperoxidase schützt es als Radikalfänger gemeinsam mit Vitamin E, C und anderen Mikronährstoffen die Biomembranen vor Lipidperoxidation, kann also oxidativen Stress vermindern. Zusätzlich hat es immunstimulierende, entzündungshemmende und schilddrüsenmodulierende Effekte (Thyroxin-5`-Dejodase). Eine schlechte Selenversorgung vermindert den Immunstatus insgesamt, in Studien gefundene Parameter dafür sind z. B. eine eingeschränkte Phagozytoseleistung und abgeschwächte T-Zell-Antworten. Ein Mangel steht häufig im Zusammenhang mit selenverarmten Böden.

Gute natürliche Quellen: Pistazien, Seefisch, Pilze, Vollgetreide und Gemüse (bodenabhängig). Generell eignet sich zur Prophylaxe Selen in Form von Selenomethionin, z.B. enthalten in Selen gebunden an Spirulina platensis. Weniger zu empfehlen sind Selenhefe-Präparate. Zur therapeutischen Behandlung mit Selen empfiehlt sich ein Natrium-Selenit-Präparat.

Retinol

Vitamin A (Retinol) und seine biologische Vorstufe Betacarotin haben Bedeutung für Zellwachstums- und -differenzierungsprozesse, sie wirken stimulierend auf die humorale und zelluläre Immunität und sind –vor allem im pflanzlichen Gesamtcarotinoidkomplex – antioxidativ wirksam als Bestandteil von Schutz- und Entgiftungsenzymen. Ein Mangel führt auch zu erhöhter Infektanfälligkeit, Allergieneigung, Haut- und Schleimhauttrockenheit, wobei die Bronchialschleimhautveränderungen einer chronischen Bronchitis ähneln. In der Schwangerschaft kommt es schon bei leichtem Vitamin A-Mangel zu Störungen in der fötalen Lungenentwicklung. Retinol wird daher in Entwicklungsländern zur Reduzierung der Kindersterblichkeit durch mangelassoziierte Infektionen des Respirationstraktes eingesetzt und z.B. auch in Form eines Inhalationsaerosols bei Asthmatikern getestet und diskutiert. Bei Rauchern ist wegen prooxidativer Effekte von Retinol jedoch Vorsicht geboten.

Mangelursachen: Schwangerschaft und Stillzeit, Stress, Infekte, Fettverwertungsstörungen, Hungersnot, Vegetarismus, besonders aber Alkoholismus. Das zinkabhängige, retinolbildende Enzym (eine Alkoholdehydrogenase) wird bevorzugt für den Alkoholabbau gebraucht, alkoholbedingter Zinkmangel verstärkt dies.

Retinolquellen: tierische Produkte, vor allem Innereien. Bei Überzufuhr sind toxische Effekte möglich, bis 3 mg /Tag gelten jedoch (außer in der Schwangerschaft!) als unbedenklich.
Gute Quellen für Betacarotin: gelbes, orangefarbenes, rotes und grünes Gemüse und Obst Ausreichende Resorption ist nur mit Fett und aus zerkleinertem Material möglich.

Ascorbinsäure

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist als essenzielles, hydroxylierendes Coenzym für die Kollagenbiosynthese – die Basis für Stabilität von Bindegewebe und Blutgefäßen. Es steigert die humorale und zelluläre Immunabwehr über zahlreiche Einflüsse (Lymphozytenreifung, Phagozytoseaktivität, Antikörper-, Zytokin- und Glucocorticoidproduktion), und es fördert die Eisenresorption. Als wichtigstes wasserlösliches Antioxidans wirkt es synergistisch mit Vitamin E, Vitamin B2, Selen, Zink und "vitaminverstärkenden" Bioflavonoiden schützend in Zytosol und Extrazellulärraum. Außerdem senkt es bei höherer Dosierung (1000 mg/Tag) signifikant die Histaminblutspiegel.

Ein Vitamin C-Mangel führt zu erhöhter Infektanfälligkeit, vermehrtem oxidativem Stress, Eisenmangelanämie bis zu Skorbut.
Mangelursachen: Schwangerschaft und Stillzeit, Sport, physischer und psychischer Stress, Fieber, Alkoholismus, Rauchen, schlechte Ernährungsgewohnheiten (Fast-Food, Diäten), Arzneimittel, wie z.B. Corticoide und "Pille", viele Erkrankungen (insbesondere Diabetes), Resorptionsstörungen bei Erkrankungen im Magen-/Darmbereich, oxidativer Streß u.a.

Gute natürliche Quellen: Obst, vor allem Zitrusfrüchte, Kiwis, Acerolakirschen, Hagebutten, saure Beeren und Sanddorn; grüne Gemüse wie Broccoli, Paprika, Spinat; Kartoffeln.
Bei Rauchern und Diabetikern reicht die tägliche Aufnahme aus der Nahrung regelmäßig nicht aus. Hier und zur Stärkung des Immunsystems sollte in Form einer Nahrungsergänzung "nachgeholfen" werden, wobei das Mittel der Wahl Depotwirkung (Langzeitwirkung) haben sollte.

Tocoferole

Natürliches Vitamin E (Tocoferole) liegt als Gemisch von mehreren Tocoferolen und Tocotrienolen vor. Meistverwendet ist alpha-Tocoferol, obwohl alles dafür spricht, dass der natürliche Gesamtkomplex durch Synergien wirksamer ist. Vitamin E schützt als bedeutendstes fettlösliches Antioxidans synergistisch mit Vitamin C und anderen Mikronährstoffen vor Lipidperoxidation in den Zellmembranen. Es ist weiters antioxidativ in der Zellatmungskette sowie immunmodulierend und entzündungshemmend über die Eicosanoidkaskade. Es wird immer durch Coenzym Q10 regeneriert und somit wirksam erhalten.

Bei Mangel kommt es zu Störungen im Stoffwechsel der ungesättigten Fettsäuren mit Folgeerscheinungen. Wegen möglicher prooxidativer Wirkung der Einzelsubstanz alpha-Tocoferol sollten bei Notwendigkeit bevorzugt Natur-Vitamin-E-Supplemente gegeben werden.

Gute Quellen: Getreidekeime, kalt gepresste Samenöle, Nüsse, Butter

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben über den Eicosanoidstoffwechsel und als wertvolle Biomembranbestandteile Einfluss auf atopische Erkrankungen. Die entzündungshemmende, membranschützende Wirkung von Omega-3-Fettsäuren scheint gesichert. Dazu gehören die essenzielle pflanzliche alpha-Linolensäure sowie die hochungesättigten Fischöl-Fettsäuren. Negative Auswirkungen haben eindeutig gehärtete Fette, die Arachidonsäure, als Vorläuferin der bronchokonstriktorischen (Verengung der Atemwege) Leukotriene und vermutlich auch ein Zuviel an der essenziellen Linolsäure. Ein Einschränken von Fleisch, Erdnussöl und Margerine, sowie die gezielte Auswahl nativer Öle mit einem günstigen Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren von etwa 1:4, scheint daher nicht nur bei Allergien sinnvoll, sondern gilt auch allgemein als gesundheitsfördernd.

Gute Quellen: Lein-, Walnuss-, Rapsöl, Fischöle: z.B. Lachs, Makrele, Hering
Speziell bei Neurodermitis bewährt hat sich Gamma-Linolensäure aus dem Borretsch- oder Nachtkerzenöl. Als Vorläufer von entzündungshemmendem Prostaglandin-E1 und über die Membranqualität fördernde Einflüsse trägt sie zur Hautstabilisierung bei. Auch bei allergischer Rhinitis ist eine Milderung der Symptomatik beobachtet worden.

Weitere beachtenswerte Mikronährstoffe

Magnesium, das bekanntermaßen muskelrelaxierend ist, wirkt intravenös auch bei einem Asthmaanfall bronchodilatierend. Der Vitamin B-Komplex hat über verschiedenste Teilwirkungen insgesamt einen Haut- und Schleimhaut-stabilisierenden Effekt, zudem wirkt er sich günstig im Nervensystem aus, welches bei atopischen Erkrankungen eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Nicht zuletzt sei auch das antioxidative N-Acetylcystein über seinen Einfluss auf den pulmonalen Glutathionspiegel mit seiner entzündungshemmenden Wirkung erwähnt.

Supplementierung

Die gezielte Zufuhr von Nährstoff-Komplexen erfordert ein solides biochemisches und physiologisches Wissen auf Basis interdisziplinärer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Nährstoffe ersetzen Pharmaka nicht (und umgekehrt), aber sie können bestehende Defizite ausgleichen, Arzneistoffwirkungen optimieren, unerwünschte Wirkungen z.B. durch Wechselwirkung in Enzymsystemen vermindern, durch Synergien zur Dosisreduktion beitragen und nicht zuletzt einen wertvollen Beitrag in der Krankheitsprävention leisten.

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