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Nahrungsmitteltherapeutikum Ubichinon Q10

....schützt vor fortschreitender Zerstörung von Nervenzellen

Weltweit hat in den letzten Jahrzehnten das wissenschaftliche Interesse an Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Enzymen signifikant zugenommen; dies im Zusammenhang mit der immer mehr Fuß fassenden orthomolekularen Medizin. Der Begriff der orthomolekularen Medizin wurde von dem zweifachen Nobelpreisträger und Vitamin-C-Forscher Linus Pauling so definiert: "Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderungen der Konzentrationen von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind." Die Wirksubstanzen sind keine Arzneimittel, sondern Nährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, (Co)-Enzyme, die man auch als Nahrungstherapeutika bezeichnen kann. Die orthomolekulare Medizin ist keineswegs als Gegengewicht zur etablierten allopathischen Medizin zu verstehen, sondern als natürlicher Partner.

Das Coenzym Q10 hat in diesem Bereich und vor allem in einer relativ jungen Disziplin, der mitochondrialen Medizin, einen hohen Stellenwert. Seine Bedeutung für die Energieproduktion im Organismus und seine Eigenschaft als Radikalfänger ist wissenschaftlich längst erkannt und dokumentiert.

Mitochondriale Medizin ist eine zukunftsweisende neue Ausrichtung der Medizin auf degenerative Erkrankungen. Die Mitochondrien als Energielieferanten der Zellen rücken mehr und mehr in den Fokus der Medizin, da die meisten degenerativen Erkrankungen in diesen Zellorganellen ihren Ausgang nehmen. In den Membranen der Mitochondrien werden Moleküle umgewandelt und die daraus resultierenden Energien in ATP-Molekülen verpackt, die für alle unsere Zellen eine nutzbare chemische Energieform darstellen. Die Intaktheit von Membranen von Zellen und Mitochondrien ist wesentlich für die Vitalität der Zellen, der Organe, also des Körpers überhaupt, und entscheidend für die Wirksamkeit von Arzneimitteln. Dem Ubichinon Q10 kommt im Membrangeschehen eine zentrale Rolle zu. Es ist an der Steuerung der Rezeptoren und Ionenkanäle beteiligt. In der so genannten Atmungskette nimmt Q10 einen dominierenden Platz ein, da es bei der Bereitstellung von ATP, dem Energielieferanten der Zelle, schlechthin eine Schlüsselrolle hat.

Seit bekannt ist, daß Alterungsprozesse maßgeblich durch die so genannten Freien Radikale beeinflußt werden, genießen diese ein besonderes Interesse in der Forschung. Freie Radikale werden dem Organismus exogen zugeführt oder sie entstehen endogen, das heißt sie können als "Abfallprodukte" aus der Atmungskette anfallen oder die Folge von Erkrankungen sein. Andererseits sind sie auch direkt als pathologische Faktoren bei degenerativen Erkrankungen des Zentralnervensystems beteiligt wie zum Beispiel beim Morbus Parkinson. Beim Schutz des Organismus vor diesen chemisch aggressiven Substanzen obliegt dem Ubichinon Q10 im fettigen Milieu des Körpers eine Hauptrolle.

Auf die Bedeutung des Coenzyms Q10 haben während des 2. Deutschen Parkinsonkongresses mehrere Referenten hingewiesen. Prof. Kuhn vom Universitätsklinikum Bochum berichtete von einer Verbesserung der Farbeinschätzung unter Gabe von Q10 bei Parkinson-Patienten. Am Uniklinikum Dresden lassen die bisherigen Untersuchungen von Prof. Reichmann zur Neuroprotektion von Q10 auf positive Ergebnisse für die Betroffenen hoffen. Nicht zuletzt bestätigte in Bochum auch der Vorsitzende der dPV Herr Dr. W. Götz - der selbst Parkinson-Patient ist - die guten Erfahrungen, die er persönlich mit der Einnahme dieses Nahrungstherapeutikums verbindet. Er ist davon überzeugt, daß sein Zustand dadurch positiv beeinflußt wird und sich zumindest aus seiner Sicht eine Einsparung von Parkinson-Medikamenten erreichen läßt.

Für viele neurodegenerativen Erkrankungen - wie auch die Parkinson-Krankheit - ist die unaufhaltsame Zerstörung bestimmter Nervenzellen im Gehirn kennzeichnend und die Ergebnisse von Untersuchungen und Studien deuten immer stärker darauf hin, daß bei diesen Erkrankungen die Energieversorgung im Gehirn gestört ist. Die Nervenzellen weisen ein immer größer werdendes energetisches Defizit auf, das letztendlich die verschiedenen neurologischen Störungen verursacht. Dieser unzulänglichen Energieversorgung von Nervenzellen versucht man jetzt durch eine Verbesserung des Energiestoffwechsels zu begegnen. Ubichinon Q10 ist hierfür besonders prädestiniert. Chemisch fungiert es (wie auch Nicotinamid) im Energiestoffwechsel als Coenzym, in dem es Elektronen verschiebt und so den Energiefluß der Zellen erhöht. Ubichinon Q10 hat auch Einfluß auf die Fluidität (Beweglichkeit) der Zellmembran sowie das Schließen und Öffnen von Ionenkanälen in den Zellen, beides Voraussetzung für Informationsübertragungen in und zwischen den Zellen. Das heißt, Ubichinon Q10 hat indirekt einen erheblichen Einfluß auf die Zellkommunikation, die gerade im Hinblick auf die Übertragung von Nervenimpulsen von großer Bedeutung ist.

Auch ist Ubichinon Q10 das bisher einzig bekannte körpereigene fettlösliche Antioxidans; es ist also in der Lage, schädigende Radikale im Körper effektiv abzufangen und unschädlich zu machen. Durch eine ausreichende Präsenz des Radikalfängers Q10 kann die Kaskade der oxidativen Schädigungen im Körper wirksam unterbrochen werden. Radikale behalten dann bei oxidativem Streß nicht mehr die Oberhand. In seiner Funktion als Radikalfänger wird Ubichinon Q10 verbraucht und ist in besonderem Maße bei neurodegenerativen Erkrankungen von entscheidender Bedeutung, da oxidativer Streß als eine der Hauptursachen der Nervenzellschädigungen angesehen wird. Die Radikale attackieren hierbei primär die Nervenzellen und hier speziell deren Mitochondrien mit der Folge, daß der Energiestoffwechsel der Nervenzellen zunehmend beeinträchtigt wird.

Ubichinon Q10 schützt also in diesem Zusammenhang einmal als Radikalfänger, indem es oxidative Schädigungen verhindert, und zum anderen als Energievermittler, indem es einem energetischen Tief in den Zellen entgegenwirkt. Da neurodegenerative Veränderungen selbst Streßfaktoren sind, die zu einer erhöhten Radikalbelastung des Körpers führen, kann eine ausreichende Ubichinon-Q10-Reserve in den Zellen eine Manifestation der Erkrankungen und ihr Fortschreiten verhindern.

Q10 ist nicht nur eine wesentliche Substanz in der Atmungskette der Mitochondrien, sondern bestimmt auch die Membrandynamik insgesamt. Ionenkanäle, Gap Junctions und die Up- und Down-Regulation der Rezeptoren hängen von der Q10-Konzentration ab. Insbesondere die Golgi-Membranen brauchen von allen Zellmembranen das meiste Q10 für ihre Vesikelbildung.

Bei der Gabe von Q10 als wichtiges Nahrungstherapeutikum müssen Interaktionen mit anderen Arzneimitteln, die aus den besonderen Eigenschaften des Coenzyms resultieren, beachtet werden.

Markierung Erhöhung der Arzneimittelwirkung durch Q10 und die sich daraus ergebenden Dosisreduktionen: Nach Dosisanpassung eines bestimmten Arzneimittels bei Q10-Mangel können sich, wenn Q10 zusätzlich verabreicht wird, die Wirkung aber auch die Nebenwirkungen des Arzneimittels verstärken und eine Dosisreduzierung erforderlich machen. Diese Beobachtungen wurden unter Thyroxin, Antiarrhythmika, Kalziumantagonisten, Antiphlogistika und L-Dopa gemacht.
Markierung Hemmung der endogenen Q10-Biosynthese oder erhöhter Q10-Verbrauch durch Arzneimittel, die bei der Applikation in Radikale zerfallen: Dazu zählen Statine - bei Parkinson-Patienten besonders zu beachten! - Anthrazykline, Taxole, und trizyklische Antidepressiva. In diesen Fällen ist eine Vorbehandlung und Begleittherapie mit Q10 unbedingt indiziert.
Markierung Schutz gegenüber Arzneimitteln, die in die mitochondriale Atmungskette eingreifen, entweder durch Oxidation der mitochondrialen Nukleotide oder durch Ersatz der mitochondrialen Nukleotide durch Nukleotidderivate: Studien haben gezeigt, daß Biguanide Laktatazidosen induzieren. Eine AIDS-Therapie mit Nukleotidderivaten kann zu schweren Schädigungen der Mitochondrien des Pankreas sowie der Nerven- und Muskelzellen führen. Eine Vorbehandlung mit Q10 kann einige dieser Nebenwirkungen verhindern.
Markierung Vorübergehende Überreaktionen des Immunsystems wurden beobachtet, wenn Patienten mit entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis oder Akne Q10 erhielten. Diese Überreaktionen klingen in der Regel nach wenigen Tagen ab. Das bereits stimulierte Immunsystem wird durch Q10 noch stärker in Gang gebracht, bis die verbesserte Zell-zu-Zell-Kommunikation zu einer allgemeinen Down-Regulation des Immunsystems und damit einer Verbesserung der entzündlichen Hauterkrankung führt.

Die bisherigen Darreichungsformen von Q10 in Form von Pulver oder von Ölzubereitungen als Gelantinekapseln haben jetzt mit der hochwirksamen flüssigen Form ("guttaQuinon" - Handelsname "SANOMIT Q10") eine neue Dimension erreicht. Das normalerweise in Wasser unlösliche Q10 wird in einem patentierten Prozeß unter Einsatz modernster Nano-Technologie in ultrakleine "wasserfreundliche" Partikel zerlegt und in Wasser dispergiert. Ein Tropfen SANOMIT enthält bis zu 50 Billionen dieser Q10-Nanopartikel. Durch die Nanostruktur wurde ein enormer Fortschritt in der oralen Bioverfügbarkeit von Q10 erzielt, denn dadurch wird eine sehr hohe Interaktion von Q10 mit den Aufnahmeorganen des Körpers erreicht.

Für die Prävention und Therapie degenerativer Erkrankungen setzt die Mitochondriale Medizin neue Akzente.

Quellenangaben:

Beal M.F., 9th International Symposium on Biomedical and Clinical Aspects of Coenzyme Q, Ancona 1996
Enzmann F., Grube K., Interaktionen zwischen CoQ10 und Arzneimitteln
Gille G. et al., Neuroprotective Effects of an Novel Q10 Preparation on the Dopaminergic System in vitro, 2nd Conference of the International Coenzyme Q10 Association
Ziemann-Becker B., Neurodegenerative Erkrankungen: Ubiquinon Q10 und Nicotinamid schützen vor fortschreitender Zerstörung der Nervenzellen, 2000

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