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Magnetfeldtherapie-Geräte mit Risiken

Auszug aus dem Buch Krebs in der Naturheilkunde
Ein Versuch zur Systematik in der naturheilkundlichen Onkologie
Autor: Manfred D. Kuno


Beispiel:
Elektromagnetische Felder (EMF) in der Onkologie

........Allgemeine Einschätzung: Die Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf biologische Systeme ist heute noch unzureichend erforscht. Derzeit bestehende Grenzwert- oder Unbedenklichkeitsempfehlungen wie z.B. der Deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) oder der Internationalen Strahlenschutzvereinigung (IRPA) basieren noch immer auf vorläufigen und nicht abschließend und einheitlich zu bewertenden Untersuchungen.
Seriöse Hinweise auf krankheits-, zum Teil auch tumorauslösende oder -fördernde Wirkungen von EMF sind bis heute nicht einheitlich widerlegt. Sicher scheint zu sein, daß die Einwirkung bzw. Anwendung niederfrequenter EMF einen z.T. erheblichen und möglicherweise gesundheitsgefährdenden Einfluß auf den Melatoninstoffwechsel sowie auf den Herzrhythmus des Menschen haben.
Weiterhin hat die Anwendung niederfrequenter EMF offenbar einen Einfluß auf die psychische Stimmungslage von Patienten; es gibt hier seriöse Hinweise auch auf psychisch destabilisierende Auswirkungen bis hin zur Häufung von Suiziden unter der Einwirkung von EMF.
Dieses hat auch bereits dazu geführt, daß Hersteller von Geräten zur Behandlung mit EMF die Gefährdung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen oder Herzschrittmachern sowie von Patienten mit Psychosen, als Kontraindikation aufführen, wenngleich hier meist nur von einer "relativen" und nicht von einer "absoluten" Kontraindikation die Rede ist. Dieses bedarf aus unserer Sicht dringend einer Korrektur seitens der Hersteller.
Auch die Auswirkung auf die Durchblutungssituation unter Anwendung niederfrequenter EMF im Sinne einer Durchblutungssteigerung stellt sich möglicherweise als problematisch dar. Die von den Herstellern als "relative" Kontraindikation angeführte Situation bei Patienten mit Aneurismen erscheint uns problematisch (welcher Patient weiß um seine Aneurismen?)
Einer der bedeutendsten Kenner dieser Materie, Herr Dr.rer.nat. Ulrich Warnke, Fachbereich 13 (Präventivbiologie, Technische Biomedizin und Umweltmedizin) an der Universität des Saarlandes, umschreibt die Risiken der Anwendung von Magnetfeldern in einer Antwort auf unsere diesbezügliche Anfrage vom September 2000 wie folgt (Auszüge aus dem Schreiben, beim AKODH einsehbar):
"Sollten Sie von Firmen die Aussage erhalten, maligne Tumoren sind eine Indikation für pulsierende Magnetfelder, dann müßten die wissenschaftlichen Veröffentlichungen dazu mitgereicht werden. Selbst wenn es positive Aussagen gibt (...), dann sind damit spezifische Impulsmuster und vor allem Amplituden verbunden, die heutige Geräte nicht aufweisen. (....). Fatal wird die Angelegenheit deshalb, weil der Tumor im Einfluß der magnetischen und elektrischen Kraftfelder eine Proliferationszunahme aufweisen kann, wie es auch bei anderen Zellen passiert. Das heißt, der Tumor wird aktiviert, und gleichzeitig kann das aktivierte Immunsystem nicht eingreifen, was der malignen Erscheinung Vorschub leistet.
Gleichzeitig zeigen diverse wissenschaftliche Untersuchungen, daß die häufige Einwirkung unspezifischer magnetischer Felder (....) geeignet ist, Tumoren zu provozieren. Aus diesen Gründen rate ich zu größter Vorsicht bei der komplementären Behandlung von malignen Tumoren mit den heute vorhandenen Magnetfeld-Therapie-Geräten."

............. Zur Haftungsfrage: Die unsichere zivilrechtliche Haftungssituation in der therapeutischen Anwendung von EMF stellt einen weiteren kritischen Punkt dar. Auf Grund des derzeitigen unsicheren Kenntnisstandes zur Wirkung auch therapeutisch angewandter EMF gibt es derzeit hier keine eindeutige Rechtsprechung. In einer diesbezüglichen Stellungnahme zur Haftungssituation bei der Anwendung von Geräten zur Therapie mit EMF führen die Fachkanzleien Knoke, Sallawitz und v. Bismarck (Hannover) sowie Rinsche und Speckmann Potsdam) wie folgt aus (Auszüge):
".......daß es gerade Produzenten von Geräten mit erheblichen Feldstärken (...) keinesfalls leicht fallen dürfte, den Beweis dafür zu erbringen, daß mögliche Gesundheitsgefahren zum Zeitpunkt der Inverkehrgabe unbekannt waren. Als Ursache für die gegenwärtige Unmöglichkeit, verläßliche Aussagen über den Grad der Gesundheitsgefährdung durch elektromagnetische Felder zu machen, kommt die mangelnde Bereitschaft, Erkenntnisse zu gewinnen, in Betracht (....). Der derzeitige Forschungsstand zu den Wirkungen elektromagnetischer Felder schließt eine zivilrechtliche Haftung nicht aus."

Nicht nur für den Hersteller solcher Geräte (Anmerkung: somit auch den Verkäufer und Berater), sondern auch für den Anwender ergeben sich hieraus haftungsrechtliche Risiken. So könnte beispielsweise der Fall eines unter Anwendung entsprechender Geräte wachsenden Tumorgeschehens durchaus ein zivilrechtlicher Tatbestand werden, zumal sich heute angesichts einer breiten Diskussion um die Gefahren von EMF-Emissionen der Anwender nicht auf eine "Unkenntnis" zu möglichen Gesundheitsrisiken berufen könnte.

   

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