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Supplementierung bei parodontalen Erkrankungen mit Coenzym Q10

Q10 hilft, die Entzündungsrate und die Bildung tiefer Zahnfleischtaschen zu reduzieren

Als Hauptursache sowohl für die Zerstörung des Zahnmaterials (Karies) als auch für die Destruktion der umgebenden Weichgewebe (Gingivitis und Parodontitis) gilt der bakterielle Zahnbelag, die Plaque. Die Interaktion zwischen den virulenten Keimen und der Immunabwehr des Wirtes ist möglicherweise von entscheidender Bedeutung für die pathogenen Entzündungsvorgänge in der Mundhöhle. Bereits seit längerem vermutet man als wichtigsten ätiologischen Faktor für Parodontopathien ein Missverhältnis zwischen Immunfaktor und Keimbelastung. Auch die Beteiligung Freier Radikale am Entzündungsgeschehen wird diskutiert. In diesem Zusammenhang gibt es durch Studien belegte Hinweise, dass das Coenzym Q10 als Antioxidans, Immunstimulans und Energieaktivator von Bedeutung sein kann.
Untersuchungen vom gingivalem Gewebe ergaben bei Personen mit periodontalen Erkrankungen einen erheblichen Mangel (bis zu 50%) an Coenzym Q10, der für die entzündlichen Prozesse mitverantwortlich gemacht wird.

Mittlerweile existieren eine Reihe von Studien, in denen die Wirksamkeit einer Q10-Substitution bei entzündlichen
Zahnfleischerkrankungen untersucht wurde. Mit solchen Untersuchungen wird die Ansicht zahlreicher Wissenschaftler gestützt, dass Erkrankungen des Parodontiums auf ein Missverhältnis zwischen Immunfunktion und Mikroorganismen-Belastung zurückzuführen sind. Daraus kann abgeleitet werden, dass bei der Therapie und Prophylaxe parodontaler Erkrankung der zusätzlichen Gabe von Coenzym Q10 als körpereigenes Antioxidans eine bedeutende Rolle zukommt.

In einer amerikanischen Doppelblindstudie mit 18 Patienten, in der eine ergänzende Behandlung vorgenommen wurde, wurde die Tiefe der Zahnfleischtaschen und Entzündungen dokumentiert. Nach drei Wochen mit einer Dosis von zweimal täglich 25 mg Q10 zeigte sich eine signifikante Verbesserung (P<0,1). In einer japanischen Doppelblindstudie wurde die klinische Wirkung von Q10 auf parodontale Erkrankungen bei 56 Personen untersucht. Bei einer täglichen verabreichten Dosis von 50 mg Q 10 konnte nach zwölf Wochen in der Q10-Gruppe eine signifikant niedrigere Zahnmobilität festgestellt werden als in der Placebogruppe (P<0,05). Desweiteren war im Vergleich der Q10- und der Placebogruppe ein deutlicher Unterschied in der mittleren Tiefe der Zahnfleischtaschen zu erkennen (Q10-Gruppe: mehr als 4 mm; Placebogruppe P<0,02).

In einer weiteren Studie wurden männliche Probanden im Alter von 35 bis 61 Jahren mit Zahnfleischtaschen der Schneidezähne mit Q10 behandelt. Vor der lokalen Anwendung von Q10 betrug die Taschentiefe mindestens 4 mm. Das Q10 wurde sechs Wochen lang einmal wöchentlich an 20 Zahnfleischstellen aufgetragen. In der dritten und sechsten Woche nach Q10-Gabe wurde die Taschentiefe an einer graduierten Sonde abgelesen. Bereits drei Wochen nach der lokalen Anwendung von Q10 konnte eine Abnahme der Taschentiefe um durchschnittlich 10% festgestellt werden. Nach weiteren drei Wochen hatte die Taschentiefe um 35 % abgenommen.

Die Ergebnisse solcher Untersuchungen deuten darauf hin, dass unter Anwendung von Q10 die Zellatmung und Energieversorgung der Mitochondrien auch im Zahnfleischgewebe aktiviert wird, indem sich die metabolische Situation verbessert. Q10 normalisiert den ADP/ATP-Quotient und stabilisiert das durch Dysfunktion und Energieverarmung belastete Taschengewebe. Da die Bildung von Zahnfleischtaschen mit Blutungen, Entzündungen und Plaquebildung einhergeht und als Folge von oxidativem Stress gesehen wird, scheint neben der Einnahme von Q10-Kapseln auch die lokale Anwendung des flüssigen Coenzym Q10 sinnvoll.

Zur lokalen Behandlung parodontaler Erkrankungen wurde ein flüssiges Q10 (SANOMIT®) und Q10-Gel (mythoSkin Gel®) mit flüssigem Q10 entwickelt. Durch die Nanostruktur der Q10-Partikel in flüssigem Q10 wird eine optimale Nutzung der antioxidativen und energieliefernden Kapazität von Q10 erreicht.

In Fortführung der bereits vorliegenden wissenschaftlichen Arbeiten wurde im Mai 2001 in Deutschland eine Studie mit 600 bis 800 Patienten begonnen, in der der zusätzliche Nutzen von flüssigem Q10 bei der Behandlung von Parodontitis untersucht wird.

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