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Coenzym Q10-Defizite bei Patienten mit Nephropathie und die nützliche Wirkung einer zusätzlichen Behandlung mit CoQ10

Berichte vom Q10-Kongreß

der International Coenzym Association
in Frankfurt am Main 12/2000

Autoren:

Gvozdjáková Anna, Gazdíková Katarína, Kucharská Jarmila, Spustová Viera, Braunová Zuzana, Dzúrik Rastislav Institute: Pharmacobiochemical Laboratory of Medical Faculty, Comenius University, Bratislava and Institute of Preventive and Clinical Medicine, Clinic of Immunology and Pharmacotherapy, Bratislava, Slovak Republic

Oxidativer Streß und eine verminderte Funktion des antioxidativen Schutzsystems sind ursächlich an der Entwicklung einer Nephropathie, und den damit hauptsächlich verbundenen Komplikationen mit Schädigung verschiedener Gewebe, beteiligt. Zu den häufigsten gehören kardiovaskuläre Krankheiten, Zuckerkrankheit und Fettstoffwechsel-Störungen.

Nur wenige Informationen gibt es bislang über die mitochondriale Nephropathie (1), die mit verminderten CoQ10-Spiegeln (2) verbunden wird. CoQ10-Defizite wurden bei Dialyse-Patienten (3) nachgewiesen. Oxidativer Streß und ein CoQ10-Defizit gehören zu den Hauptfaktoren einer mitochondrialen Dysfunktion der Nieren. In einer 3wöchigen experimentellen Studie mit jungen Ratten wiesen wir nach, daß CoQ10 von den Nieren-Mitochondrien aufgenommen wird. Wir nehmen hypothetisch an, daß eine CoQ10-Supplementierung für Patienten mit Nephropathie nützlich sein kann.

Ziel von der Studie war

1) die Basal-Spiegel von Antioxidantien (CoQ10, Alphatocopherol, Betacarotin) und die Lipidperoxidation (MDA) bei Patienten mit Nephropathie festzustellen;

2) im Falle von CoQ10-Defiziten die Wirkung einer zusätzlichen Behandlung mit Antioxidantien zu vergleichen und zwar:

2a) mit Vitamin E, Vitamin C und Riboflavin versus Therapie-Medikation und

2b) den Einfluß von Vitamin E, Vitamin C, Riboflavin und CoQ10 auf die Nierenfunktion, den oxidativem Status und das antioxidative System bei Patienten mit Nephropathie festzustellen.


Patienten und Methoden

Fünfzehn Patienten mit primärer Nephropathie waren in die Studie eingebunden (10 mit chronischer interstitieller Nephrititis, 5 mit renaler tubulärer Azidose). Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 61 Jahre (19-82 Jahre).
Die durchschnittlichen Serum-Creatinin-Werte der Patienten betrugen 189.3 ± 44.7 mol/l, die Creatinin-Clearance betrug 0.79 ± 0.12 ml/S. Neun der Patienten wurden ergänzend gegen kardiovaskuläre Krankheiten behandelt und 3 Patienten erhielten Statine. Zu den folgenden Zeitpunkten prüften wir bei allen Probanden die Nierenfunktion, die Bandbreite der Lipide, die Lipidperoxidation und den Antioxidantienstatus (CoQ10, Alphatocopherol, Betacarotin):

blaue_Kugel vor Beginn der Behandlung,
blaue_Kugel 4 Wochen nach einer ergänzenden Antioxidantien-Therapie mit Tagesdosen von: 100 mg Vitamin E, 100 mg Vitamin C, 30 mg ooRiboflavin,
blaue_Kugel 8 Wochen nach einer Behandlung wie unter 2), ergänzt um 240 mg CoQ10,
blaue_Kugel 12 Wochen nach einer Behandlung wie unter 3). CoQ10, Alphatocopherol und Betacarotin wurden nach der HPLC-Methode mittels UV-Detektor (4) gemessen.

Ergebnisse

Nach 12 Wochen zusätzlicher Behandlung mit CoQ10 stellten wir eine verminderte funktionelle Ausscheidung von Alpha-amino-nitrogenium und eine gesteigerte Ammoniak-Ausscheidung im Urin fest. Die Parameter der Nierenfunktion und die Bandbreite der Lipide waren während der Studie statistisch unverändert. Die Basal-Spiegel von CoQ10 im Blut und im Plasma lagen null bis 25% unter dem physiologischen Bereich. Nach 4 Wochen der Therapie mit CoQ10 stiegen die CoQ10-Spiegel in Blut und Plasma um das 14fache, nach 8 Wochen Therapie um das 16fache im Blut und das 18fache im Plasma. Die basalen MDA-Werte waren bei Patienten mit Nephropathie im Vergleich zu den Kontrollpersonen signifikant höher und änderten sich auch nicht während Antioxidantien-Therapie.

Folgerungen

Unsere Ergebnisse bestätigen vorliegende Daten über CoQ10-Defizite und gesteigerte Lipidperoxidation bei Patienten mit Nephropathie. Die Ergebnisse über die Wirkung von CoQ10 bei Patienten mit Nephropathie bestätigten diese Daten. Die Verabreichung von CoQ10 kann eine effektive zusätzliche Antioxidantien-Therapie bei der Behandlung von Grundfaktoren der Nephropathie-Progredienz darstellen. Die Behandlung wurde gut toleriert; es gab weder Kontraindikationen noch Wechselwirkungen.

Perspektiven

Information über eine mitochondriale Nephropathie, CoQ10-Spiegel und die therapeutische Wirkung von CoQ10, liefern Perspektiven nicht nur für Patienten mit Nephropathie und Dialyse-Patienten, sondern auch für Patienten nach einer Nierentransplantation. Unsere Erfahrungen aus vorhergehenden Studien mit Patienten nach Herztransplantation (5) haben zu dieser Beurteilung beigetragen.

REFERENCES

1. Dzúrik R., Gazdíková K., Štefíková K. et al., Èas. Lék. Èes., 139, 2000 : 38-41.
2. Buemi M., Allegra A., Rottig A. et al., Nephron 76, 1997 : 249-253.
3. Lippa S., Colacicco L., Calla C. et al., Molec. Aspects Med., 197, 1994, Suppl.:213-219.
4. Kucharská J., Gvozdjáková A., Šnircová M. et al., Bratisl Med J., 97, 1996 : 351-354.
5. Gvozdjáková A., Kucharská J., Mizera S., et al., BioFactors 9, 1999 : 301-306.

 

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